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Adobe Golive 4.0 (Kurztest)
28.01.2000
Autor: Ralf Otte

Der Mac im PC oder wie benutzerfreundlich ist benutzerfreundlich?

Endlich habe ich mal eine Version von Golive bekommen. Schnell installiert und los geht´s. Doch was ist das??? Hab ich jetzt einen Mac? Die gesamte Oberfläche wurde von der Mac-Version übernommen. Das ist für uns Windows-Jünger natürlich etwas ungewohnt. Sind wir doch eher die komplizierte Benutzerführung gewohnt. Und das ist dann auch schon der Hauptkritikpunkt an dem Programm. Keine Kontextmenüs, umständliche Tabellenbearbeitung (Jede Änderung muss durch einen zusätzlichen Mausklick bestätigt werden), aber wenn man sich dran gewöhnt hat, geht das Arbeiten mit Golive recht fix von der Hand.

Das einfügen eines RollOver-Bildes geht per Doppelklick. Dann noch die Quellen angegeben und fertig ist der MouseOver-Button. Gut ist auch die Möglichkeit vorgefertigte JavaScripts in den Head-Bereich einfügen zu können, so z.B. die Browserweiche. Sie ermöglicht es, User mit verschiedenen Browsern auf die angepassten HTML-Seiten weiterzuleiten. Golive unterscheidet da sogar zwischen den Versionsnummern. Auf der anderen Seite fehlen mir allerdings ein paar wichtige Verhaltensweisen die ich vom Dreamweaver gewohnt bin. Ansonsten bietet das Programm alles, was man von einem modernen Editor erwartet. Vorlagen, JavaScripts, Drag&Drop, StyleSheets uvm. Besonders hervorzuheben ist wohl die sehr vorbildliche HTML-Bearbeitung und der cleane HTML-Code, doch für einen HTML-Editor ist das Programm um einiges zu teuer.

Fazit: Es muss nicht immer Adobe sein. Wer einen guten Editor sucht, ist mit HomeSite oder Dreamweaver billiger dabei. Golive ist meist zu umständlich und zu eigenwillig. Besondere Vorteile in der Zusammenarbeit mit Photoshop und ImageReady bringt es auch nicht. Der Preis ist mit rund 800,- DM viel zu hoch. Es ist wahrscheinlich doch eher ein Programm für Mac-Puristen. Die sind solch hohe Preise auch gewohnt.



Links zum Thema

Adobe-Deutschland
Adobe Golive
ZD-Net Bericht

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